Seine Stimme erweckte sie. Er hatte sich mit einer gewaltsamen Aufraffung gesammelt.

„Was werden Sie von mir denken, Fräulein — Fräulein Marga!” Er konnte sie nicht anders nennen. „Was werden Sie von mir tränenseligem, erbärmlichem Weichling denken!” stieß er rauh hervor. „Ich wollte Ihnen nur sagen, daß Sie mir — mir unendlich viel mehr zu verzeihen haben als meinem dummen, trotzigen Kleinen. Das war es.”

Marga schüttelte den Kopf.

„Ich habe Ihnen nichts zu verzeihen. Und wenn es noch etwas gewesen wäre, so hätten Sie es in dieser Stunde für immer gutgemacht!”

Perthes war aufgestanden. Auch Marga hatte sich erhoben.

Sie bot ihm ihre Hand. Er beugte sich tief darüber mit seinem dunklen Kopf und küßte sie stumm. —

Er rief nach seinem Jungen.

Elli brachte ihn getröstet herbei. Sie wußte nur durch ihr Gefühl, was vorgegangen war.

„Benno will am Nachmittag wieder in die Schule kommen,” meinte sie mit einem strahlenden, liebkosenden Blick auf den Kleinen.

„Und immer wieder will ich kommen!” erklärte überzeugt der kleine Mann.