Elli tat riesig überrascht. „Nein, so was! Denk' mal, Marga, Doktor Perthes und ein Herr Wilkens überrumpeln uns hier gleich zu zweien! — Sie kommen natürlich ganz zufällig?”

„Natürlich — ganz zufällig!” schmunzelte Wilkens, während man sich die Hände schüttelte.

„Und daß wir ‚gleich zu zweien‛ kommen, Fräulein Elli, wie Sie liebenswürdig hervorheben, ist erst recht zufällig,” erklärte Perthes. „Wir kommen auch in sehr verschiedener Sendung. Herr Doktor Wilkens —”

„Pardon! Immer noch Wilkens!” warf Elli mit einem vernichtenden Blick auf den fälschlich Promovierten dazwischen.

„Ehe ich mich weiter insultieren lasse, bitte ich Platz nehmen zu dürfen!” parierte Wilkens mit fröhlichem Gleichmut und nahm sich, ohne die Erlaubnis abzuwarten, einen Stuhl. „Ich rate Ihnen dasselbe, Herr Doktor Perthes, denn Sie wissen nicht, was die Damen noch für Liebenswürdigkeiten bereithalten. Ich habe die Erfahrung gemacht —”

„Ums Himmels willen!” unterbrach ihn Elli, sich die Ohren zuhaltend. „Was der Mensch redet! Und dabei ist man zur Erholung hier!”

„Das Schweigen ist oft viel bedenklicher als das Reden,” nahm Perthes das Wort, indem er sich Marga gegenübersetzte. „Ich meine nämlich das Schweigen von Fräulein Marga.”

„Sie haben mich ja noch gar nicht zu Wort kommen lassen!” verteidigte sich Marga.

„Das hat noch gute Weile. Erst redet der Ankläger, dann der Angeklagte.”

„Sie sind wohl inzwischen zur Juristerei übergegangen?” fragte Elli naseweis.