Dann stieg der Mond über den Berg. Draußen, stadtwärts, flimmerte der Fluß in mattem, märchenhaftem Silber auf. Langsam breitete sich das Licht über das schlafende Tal.
Das Boot war jetzt in der Strömung. Schneller schoß es davon und strebte aus dem Schatten, den die nahen Berge warfen, ins rieselnde Silber da draußen. Elli winkte mit dem Taschentuch. Marga setzte sich auf einen der Prellsteine, die die Landstraße säumten.
Erst als sie schon weit von der Mühle waren, schaute Perthes zum erstenmal zurück.
Jetzt lag auch die Straße weiß im Schein des steigenden Mondes.
Und er meinte Marga zu erkennen, wie sie da saß, die Hände im Schoß gefaltet, das Gesicht mit den irrenden, suchenden Augen hinaus nach dem Wasser gerichtet.
Und mit einem Mal zuckte es von der hellen, fernen Gestalt herüber in seine Seele, geheimnisergründend und rätsellösend, klar wie das weiß flirrende Mondlicht: sie liebte ihn. Jetzt verstand er sie. Marga liebte ihn ...
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„Dieser Perthes hat doch ein Schwein, nicht zu glauben! Finden Sie nicht auch, Herr Professor?”
„Na ja — wie man's nimmt. Exzellenz scheint ihm sehr gewogen zu sein.”