Mit Neugier erwartete er die Rückkehr seines Kollegen Perthes. Es dauerte bis gegen zwölf, ehe der Erwartete kam und nach kurzem Gruß, als wäre nichts vorgefallen, an sein Mikroskop ging.
„Wie hat Ihnen denn das große Tier gefallen? Erzählen Sie!” konnte sich Markwaldt nicht enthalten, ihn aufzumuntern.
„Sehr liebenswürdig,” erwiderte Perthes einsilbig. Er schien nicht die mindeste Lust zu irgendwelchen Mitteilungen zu haben.
„Was hat er denn von Ihnen gewollt?”
Markwaldt ließ sich durch die zugeknöpfte Art von Perthes nicht abschrecken. Und sollte er so viele Fragen tun müssen, als draußen vor dem Fenster an den langweiligen Hornsträuchern Blätter waren. „Will er Sie vielleicht zu seinem Assistenten machen?” forschte er unentwegt, mit einer boshaften Betonung, die der ausweichenden Geheimnistuerei seines Kollegen galt.
„Und wenn er das wollte?” gab Perthes gleichgültig zurück.
Markwaldt hielt mit der Arbeit ein und stemmte die kurzen, massigen Arme in die Hüften. „Anzukohlen brauchen Sie mich aber nicht gerade, Perthes!” sagte er ganz entrüstet. Er hatte die Frage nur aus Ulk gestellt, und der Gedanke, daß davon auch nur ein Wort wahr sein könnte, verursachte ihm Kongestionen.
„Fällt mir nicht ein, Sie anzukohlen, Doktor Markwaldt. Hupfeld hat mir in der Tat eine Assistentenstelle an der Chirurgischen Klinik angeboten.”
„Ja — aber — nu — nu — nu, sagen Sie mal!” Markwaldt kam aufgeregt zu ihm heran und fuchtelte mit den Händen. „Das ist ja Mumpitz! Das verbitte ich mir! Sie sind ja Bakteriologe! Sie —”