„Und Sie reisen erst, wenn kein Verdacht gegen uns mehr aufkommen kann.“
„Gegen uns,“ wiederholte Horst Heßling, von unten. Dann wuchs er wieder. „Aber wieviel verlangen Sie eigentlich selbst?“
„Sie bekommen keinen Fußtritt. Meinem Schwager gebe ich keinen.“ Und Balrich drehte sich schroff um.
Er wollte um die Ecke, da vertrat ihm den Weg ein machtvoller Wuchs.
„Ei ei,“ sagte die Schattengestalt Klinkorums. „Erpresser, Mordbube und Dieb, ei ei! Das wäre nun der Prophete.“
Balrich, überrascht, sah ihn eine Art Tanz beginnen, als wackelte ein Turm . . . Aber Klinkorum bezwang sich, er senkte die Hand auf die Schulter Balrichs. „Mein Sohn!“ rief er aus.
Erschreckt durch dies sein Bekenntnis, horchte er in das Dunkel, es schwieg tief. Da legte er los.
„Sohn meines Geistes! Hast ererbt von mir, was ich als Letztes, Tiefstes in mir trug, den Haß der Mächtigen, die Todfeindschaft gegen die Macht.“
Er umfaßte auch die zweite Schulter Balrichs.
„Sohn! Was hat sie aus mir gemacht. Ein Narr ich, ein Spielzeug der Reichen, — ich, der Intellektuelle! Der Geist selbst ihr Spielzeug, verhöhnt und benutzt! Räche mich! Ich werde gelebt haben durch dich!“