„Tarif!“ verlangten sie. „Mindestlohn 28 Mark.“ Er riet ihnen:

„Keinen Tarif, aber fünfunddreißig . . . Das tut er nicht? Abwarten! Ich habe eine Sache mit seinem Sohn.“ Eindringlich fragte er umher.

„Ihr glaubt doch nicht, er läßt seinen Sohn im Stich. Wo nichts von ihm verlangt wird, als daß er euch nicht mehr betrügt und euer Blut saugt, da sollte er es ausschlagen, seinen Sohn zu retten? Wer glaubt das!“

Ein alter Arbeiter legte auf die Schulter eines jungen seine Hand und sagte: „Das glaubt keiner.“

„Das gibt es in der Welt nicht,“ sagte einer nach dem andern; — und einzeln und umsichtig brachen sie auf.

Ein Geräusch hinter dem Bett, Balrich faßte nach der Waffe; aber hervor kam das Bürschlein. Da lief Balrich hin und umarmte ihn. „Du gutes Bürschlein! Ohne dich wäre es nun schon aus mit mir.“ Aber er fühlte einen Widerstand. Der junge Reiche wollte dies nicht hören, er machte sich los.

„Danke mir nicht,“ sagte er zornig, mit Augen, groß und von Tränen schimmernd wie die eines Mädchens. „Nur nebenher und nicht gern habe ich mich aufgehalten bei den Arbeitern und bei dir. Ich lief zu einer Anderen —“

Er krümmte sich über den Bettpfosten.

„— und die war es nicht wert.“

Schluchzen, über dem Bettpfosten. Dann stellte er sich vor ihrem Bruder auf und fragte: