Er sah sie an; den kannte auch er; aber der ging durch einen Traum. Der Weg, daß Hans Buck, wenn er erwachsen war, Leni zu seiner Frau nahm. Er liebte sie und war ein gutes Bürschlein. Aber Leni, die an den Sieg der Arbeit und des Rechtes nicht glaubte, sollte glauben können an ein so viel bedrohtes Glück? . . . Dann meinte sie wohl gar etwas anderes? Er fragte dringend:

„Willst du deinen Techniker nicht mehr heiraten?“

Sofort machte sie, mit Schultern und Lippen, das Zeichen des Wegwerfens. Und er, einen Schritt nähertretend:

„Was dann.“

Da erschrak sie und beschwichtigte. „Du kennst mich doch, so dumm bin ich nicht. Wir wollen nach Villa Höhe.“

„Leni,“ sagte er, noch drohend, aber so traurig:

„Vor dem Techniker schäme ich mich nicht. Vor den Herren von Villa Höhe würde ich mich schämen müssen.“

Sie war auf einmal außer sich. Tränen stürzten über ihr Gesicht, sie rang die Hände und klagte.

„Denke doch nur das nicht, lieber Karl! Blind will ich werden, wenn ich das tue! Und ich glaube auch, daß du gewinnst und uns reich machst. Bei Gott, ich glaube es.“

Sie umschlang ihn heftig, auf sein Gesicht, das noch starr blieb, drückte sie ihre Lippen. Da bekam es Leben, öffnete sich, strahlte.