„Das sagt er. Das kann jeder sagen. Auch dein Sohn wird sich auf die Wissenschaft ausreden, wenn er dem Balrich seine Bücher leiht und nur mit ihm noch gesehen wird.“
Buck zog sich ein Stück zurück, er sagte vorsichtig und ohne Ironie:
„Hans? Ein Kind, nicht wahr. Das schließt noch Freundschaft ohne Ansehen des Standes.“
Hans, hinter einem Rohrsofa mit getürmten Kissen, hörte, sah — und schlug die Hände vor das Gesicht. Papa verleugnete ihn! Er log. Papa und Hans, beide mußten lügen vor dem Onkel Heßling . . . Er schlich sich hinaus, unter die Rosenkränze. „Darf ein Mensch uns zwingen, zu lügen? Ich hasse ihn — ewig, ich schwöre es!“ — wobei er dennoch ganz wohl wußte, er habe auch sonst schon gelogen und das Leben sei so.
Heßling drinnen schrie noch:
„Was man mir sagt, muß ich glauben. Alle sagen dasselbe, wie falsche Zeugen. Es ist, als wäre man in eine Mördergrube gefallen.“
„Du bist leidend,“ sagte Buck milde. Seinem Schwager schnappte die Stimme über.
„Aber wehe, wenn ich euch fasse!“
Und er schwenkte sich auf den Absätzen herum.
Im Garten bei der „Borkenhütte“ fand er seine Söhne. Über den Fenstern aus Rinde nagelten Horst und Kraft gebleichte Tierschädel an den rauhen Stamm. Was dies bedeute?