„Sie habe ich gleich erkannt. Sie sind mir gut beschrieben worden. Weiß Gott, auf Sie bin ich hingewiesen.“

„Nun, schön,“ schloß er munter. Die Pflegerin, mit der er verhandelt hatte, fragte er nach einem freien Zimmer. „Besonderer Fall,“ sagte er zu einem Kollegen, der vorbeikam. Dann nahm er Balrich unter dem Arm, öffnete von den vielen Türen eine, dahinter noch eine, und ließ ihn hinein. Drinnen ein Bett, ein Heizungskörper das Fenster geöffnet auf Blätterdächer.

„Setzen Sie sich doch,“ sagte der Arzt. „Wissen Sie, wo Sie hier sind?“

Balrich, der Vorsicht wegen, antwortete nur:

„In einem Zimmer.“

„Nun ja — immerhin,“ sagte der Doktor und lachte.

„Aber weshalb sind Sie eigentlich gekommen?“

„Weil ein Medizinalrat,“ sagte Balrich sicher, denn hierauf war er vorbereitet, „meine geistige Gesundheit bezweifelt.“

„Was noch nichts beweist,“ fügte der junge Arzt hinzu . . . „Aber Sie haben sich nicht gesetzt. Bewegen Sie sich ganz wie Sie wollen! Wir unterhalten uns hier nur; Sie sehen, ich schreibe mir nicht einmal auf, was Sie sagen.“

Dennoch fühlte Balrich, es komme an, nicht allein auf jedes seiner Worte, auch darauf, wie er die Hand führte, und ob er einen schnelleren Schritt tat oder hoch sprach anstatt tief. Er blieb regungslos stehen.