In den schmaleren Reihen sah der Kapellmeister Dorlenghi zerstreut umher; da rief es drüben:
„Die ‚Arme Tonietta‘ ist keine Musik! Der Maestro weiß nicht, was Musik ist!“
„War das der Blandini?“ fragte der Kapellmeister und stürzte vor an die Spitze, wo der Apotheker zwischen Gaddi und Torroni den Feinden seinen Stößel zeigte.
„Sakristeiflöhe,“ donnerte Acquistapace, „die ihr das Werk Garibaldis nicht respektiert!“
„Garibaldi war ein häßlicher Typus! Er hat den heiligen Vater umgebracht“, keifte vom Dom her Frau Nonoggi, aber die Mägde Fania und Nanà verboten es ihr mit geschwungenen Fäusten.
„Fest, Cimabue!“ heulte die Pipistrelli, obwohl sie ihr die Kehle zuhielten. Denn der Schlächter drehte sich mit dem Lehrer Zampieri im Gemenge. „Drauf los, Allebardi! Drauf los, unsere Männer!“
Coletto wälzte sich unter dem ältesten Chiaralunzi, den der junge Gaddi von hinten zwickte. Ein kleiner Nonoggi rief: „Es lebe Don Taddeo!“ und rannte davon. Sogleich brach ein ganzer Haufe Buben über ihm zusammen, und die dicke Wirtin „zu den Verlobten“ ward mit hineingerissen.
Der schöne Alfò schwenkte den blauen Klemmer des Galileo Belotti und der Schuster Malagodi das Monokel des jungen Salvatori, das er seiner Frau abgenommen hatte. Der Lehrer Zampieri rief noch:
„Wer an die großen Ideen rührt, ist tot!“
Da mußte er unter der Umarmung des Schlächters Cimabue das Pflaster küssen. Die beiden Kneipbrüder Zecchini und Corvi holten mit mächtigen Fäusten gegeneinander aus, im Augenblick aber, als sie sich berührten, ward ein kleiner freundschaftlicher Schlag auf den Bauch daraus.