Schon waren alle auf den Beinen. Blandini, Allebardi und der junge Mandolini waren noch nicht genug, um den Schneider zu halten. Der schöne Alfò hängte sich um seine Schenkel, — indes Nonoggi und der kleine alte Beamte Dotti in die Wendeltreppe flüchteten. Der Chor drängte gegen die Wände. Jemand rief: „Hilfe!“
„Was trampelt ihr dort oben?“ fragte man hinauf. „Was gibts?“
Der Lehrer Zampieri lehnte sich hinüber.
„Dem Maestro ist nicht wohl. Es ist ein so schwieriges Werk, und er hat es selbst geschrieben.“
„Man muß jetzt still sein; Pipistrelli ist schon dabei, die Kerzen anzuzünden.“
Don Taddeo ging zurück auf die linke Seite des Hochaltars. „Wie er gebückt geht!“ bemerkte Mama Paradisi; Frau Zampieri setzte hinzu:
„Man würde glauben, er steige einen Berg hinauf.“
Und auf den Stufen der Kapelle Cipolla, hingekniet im Gewühl, mit Augen übergroß und voll Kerzenschein, drückten die Mägde Fania und Nanà die kleinen schwarzen Hände vor die Brust.
„Siehst du das Kreuz? Er trägt das Kreuz. Er trägt für uns das Kreuz.“
Nun brannten alle Kerzen und vermischten auf dem goldenen Grund der Apsis ihre Flammen zum Geflirr. Die Kessel der kleinen Druso und Coccola schwangen höher, dichter ballte sich der Weihrauch, woraus die Stimme des Evangeliums erklang.