III.
„Wer ist es?“
„Mich friert, öffnet mir!“
„Wer seid Ihr?“
„Ginevra.“
„Ginevra ist tot. Geht in Frieden.“
„Sie ist tot, drum kommt sie zu Euch. Lebte sie, sie käme nicht . . . Ihr schweigt?“
„Ich öffne Euch. Tretet ein und folgt mir über die Treppe. Ich hebe das Licht ganz hoch, und Ihr seht, Madonna Ginevra, dies Haus ist Euer. Meine alte Mutter ist taub und sie schläft. Wir sind allein.“
„Aber Ihr geht immer rückwärts vor mir her, Messer Raniero, und laßt mich nicht aus dem Auge. Nun stellt Ihr die Kerze so hin, daß sie mir ins Gesicht leuchtet, begebt Euch bis ans Ende das Zimmers und verschränkt die Arme. Ihr habt Furcht vor mir, auch Ihr! O, ich bin müde, und so kalt.“
„Ich fürchte Euch nicht so sehr, als da Ihr lebtet. Arme Ginevra.“