Arnold wagte nicht zu sprechen. Er sah die Sängerin in Verzweiflung einige Schritte tun, sich mühsam fassen . . . Sie trat nochmals neben das Instrument, begann nochmals; wandte sich aber, wie Hilfe suchend, hin und her; — und plötzlich warf sie die Noten durcheinander.

„Aus! Die Stimme zittert wieder. Da haben wir’s.“

„Aber Kind! Nicht die Spur!“

„Du hörst es ganz gut! Von Anfang an hat sie gezittert: ich wollte es bloß nicht merken.“

„Es ging so gut!“ jammerte Mai; und zu Arnold, zornig, weil er ihr nicht half:

„Ging es etwa nicht gut?“

„So viel ich hören konnte —“

„Es war schon fast Tremolieren! Die Branzilla hatte mich doch genug gehunzt, bis die Stimme wieder fest war. Und vorn im Munde muß sie liegen. Jetzt ist sie wieder in den Hals gerutscht, wie bei allen andern.“

„Sie ist nervös, mein Herr!“ und Mai rang die Hände. „Das kommt immer ganz plötzlich; aber darum hat ihr doch der berühmte Lamare die größte Zukunft prophezeit.“

Sie schloß Lola in die Arme und flüsterte: