„Das Vieh in den Trachten,“ ergänzte Gwinner und gab Lola durch unterwürfiges Grinsen zu verstehen, daß er bei Gott nicht über sie sich lustig mache; nur könne er nicht gegen seine Natur. Er umtastete die Spinnenfinger der einen Hand leise mit denen der andern. Den runden, schwarz und gelben Kopf trug er eigen vorsichtig zwischen den hohen Schultern, als sei sein Nacken leicht zerbrechlich. Lola wandte sich weg.

Gugigl krähte in das Gebrüll der beim Wirtshaus Tafelnden hinein:

„A Bier! Cehn—zi! A Bier kriag’ i!“

„Grüß Gott, Spezi!“ rief die Baroneß.

„Dees is nämlich mein Oberknecht,“ erklärte sie, lief hin und schwang sich, rotbackig, mit dicken, fliegenden Zöpfen in die Bank zu den Bauern, die sie feierten. „Ihre Zöpfe sind fast von der Farbe meines Haars,“ dachte Lola; und: „Wenn ich mich zu den Bauern setzen sollte! Wie wäre einem zu Mut, wenn man hier heimisch wäre?“

Da begegnete sie dem bewundernden Blick der kleinen Tini.

„Wir haben uns noch gar nicht recht begrüßt. Sie sind groß geworden.“

„Wie geht es Ihnen?“ stammelte das junge Mädchen.

„So nennt’s euch doch du!“ schrie Gugigl und drängte der Kellnerin nach.

„Gut. Und — also, und dir?“ fragte Lola, lächelnd. Tini errötete; dann entschloß sie sich: