„Ich singe,“ sagte Lola lächelnd. Frau Gugigl lachte wild.
„Er ist schon eine herrliche Einrichtung!“
„Verzeihung,“ und seine nervige Haltung täuschte niemand über seine Befangenheit, „ich wollte sagen: die Frau verzichtet schwer auf das Leben; und das muß der Künstler.“
„Daher die Künstlerredouten,“ schob Gwinner ein. Frau Gugigl stieß den Arm vor.
„Sehen Sie?“
Arnold schien mit der Schulter eine Fliege zu vertreiben.
„Muß in Abgeschiedenheit mit sich selbst zu Ende kommen, seine Gefühle auf Gipfel treiben und überblicken, seine Instinkte ausnützen: den Mut zu ihnen haben, grade zu den schlechtesten.“
„War net übel,“ erklärte Gugigl. „Wir sind anständige Leut’, möcht’ ich fein bitten.“
„Sie sind doch überhaupt nicht Künstler,“ bemerkte seine Frau.
„Ziehen Sie sich keine Beleidigung von seiten der Künstlergenossenschaft zu,“ warnte Gwinner. „Sie ist eine Macht.“