Und ließ mich da steh’n.

Es gedacht mir zu trotzen,

Ich macht’ mir nichts draus;

Ich nahm mir ’en andern,

Der bracht mir nach Haus.“ — — —

Als Marten mit dem gefüllten Laken wieder die Leiter herabstieg, kam die Totenkathrine an der Hecke vorüber. Sie blieb stehen, sah mit kalten Augen nach dem Apfelpflücker und wartete erst eine ganze Weile; dann fragte sie: „Wißt ihr noch nicht, wo Steffen ist?“

„Nein!“ rief Marten scharf und setzte hinzu: „Du könntest es eher wissen, du bist doch mit den Toten gut daran!“

„Die Kette auf meiner Diele hat noch nicht gerintschelt, und die weißen Laken haben sich noch nicht gerührt,“ gab sie zurück, ging weiter, blieb wieder stehen und sagte: „Wenn ich aber die Toten frage, so antworten sie: ‚Hopedat starwet sau lichte nech.‘“[32] Sie schüttelte den Kopf, rief: „So ’n guter Mensch, wie der war!“ und bog um die nächste Hausecke. —

Als wieder Martini war, gab es in den beiden Häusern hüben und drüben überm Bache ein gar emsiges, aufgeregtes Hasten und Hantieren. Meister Drewes rumorte schwitzenden Angesichts in den Stuben und Kammern herum; die Frauen oder Mädchen aus dem Dorfe brachten Milch und süßen Rahm, und unter ihren andeutungsvollen Scherzen lief Sophie oft mit hochgeröteten Wangen nach dem Backhause des Nachbarhofes, von wo sich bald ein lieblicher Kuchenduft ums Haus verbreitete.

Der eigene Backofen unterm Küchenherde war den Anforderungen des heutigen Tages nicht gewachsen.