Je näger der Briut.“

Also die anfangs hinten waren, kamen jetzt vorne an; aber das junge Ehepaar ging nun nicht mehr getrennt, sondern trat vereint an die Spitze; die „Leier“ rechts und links von ihm.

Die Musikanten begannen zu schmettern, und der Zug hatte sich eben in Bewegung gesetzt, als plötzlich eine auffällige Stockung eintrat. Ein lauter Ruf ging durch die Menge, und alles sah an dem Hagedorn vorüber nach dem Oelkers’schen Grabe.

Der kuriose Gesell stand mitten darauf, schwenkte hoch aufgerichtet den Buddel nach dem Brautpaare hin, trank und rief mit glucksender Stimme: „Giut Liun,[37] mein Brüderken, giut Liun, mein Schätzchen! — Kirk! Kirk!“

„Steffen!“ — — —

Ein vielstimmiges Rufen und Verwundern folgte dem plötzlichen Erkennen.

Drewes war wie versteinert; Marten dagegen hatte sich rasch gefaßt, zuckte nur die Achseln und führte seine Angetraute, die heftig bebte und totenblaß war, rasch hinweg.

Ratlos, kreidebleich blieb Drewes stehen, faßte sich an den Kopf und stöhnte:

„Junge, Junge, wo kommst du denn her?“

Steffen hustete und wies mit stracker Hand nach den kreischenden Dohlen am Turm. „Wo die da oben herkamen! Frag sie nur, Andreisvetter.“ — Er lachte unbändig auf, denn diese Anrede klang jetzt ungeheuer komisch in seinem Munde.