Der liebe Gott wolle sie behüten vor Angst und Schmerzen,
Das wünsche ich ihr von ganzem Herzen.
Nun wollen wir trinken in Fröhlichkeit,
Mir und meinem Schatz und ihrem Schatz die Gesundheit:
So viel Tropfen, so viel Segen,
So viel tausend Wohlergeh’n,
Als in diesem Glase stehn! Vivat!“
„Hoooch! Hoooch! Hoooch!!!“ rief die Runde. Auch die Kinder in der Kammer stimmten ein, — und Vater Drewes mußte wohl oder übel mit einem nach dem andern anstoßen.
Sophie saß in vollem Brautschmuck neben ihrem Manne oben an der Tafel und blickte still weinend vor sich nieder, während Marten gänzlich unbefangen tat, die Gäste unterhielt und sich’s schmecken ließ.
Drewes ging zu seiner Frau hinaus, die wie ein Häuflein Unglück am Herde stand, schüttelte lange den Kopf und seufzte: „Mutter, es ist ein falscher Stern gewesen, den ich gesehen habe. Die Toten geben keinen Lebendigen frei. Wehe unserm Kinde!“