„Muß der aber ’n Kopf gehabt haben!“ bewunderte Steffen.

„Ja—a!“ machte Drewes in einem bedeutsamen Tone. „Das hat unser ehemaliger Vizekönig auch gesagt, als der mal im Woole auf der Jagd war.“ Hierauf schritt er voran nach der Küche, wo Sophie, beide Arme hochaufgekrämpelt, tief über einen schweren Eicheneimer gebückt stand, dessen Inhalt sie mit den Händen eifrig umrührte.

„Na, so fleißig, Fieke?“ fragte Steffen.

„Ein klein wenig,“ antwortete sie, und als sie sich erhob, waren die roten Arme rund herum mit Kleienhülsen und Milchtröpflein besprenkelt, während das hübsche Gesicht vom Eifer der Arbeit ganz feurig geworden war.

Sie nahm aus dem in der Herdecke stehenden Sacke noch eine Göpsche[15] voll Kleie, schüttete sie in den Eimer und bückte sich wieder, indem sie wie vorhin hantierte.

„Eiweih, ’n schönes Schweinefutter!“ lobte Steffen und schnalzte verständnisinnig mit der Zunge.

„Na, es geht an,“ meinte Drewes behäbig.

„Willste ’n bißchen?“ lachte Sophie und hielt ihm geschwind eine Hand voll des weißbraunen Gemisches dicht vor den Mund, strich ihm dann ein weniges an die Nase und hüpfte mit dem Eimer blitzschnell zur Hintertür hinaus.

„Fieke!“ mahnte Drewes, „kannste dich wieder nicht bergen!“

Steffen aber strahlte vor Freude und meinte, indem er sich mit dem Jackenärmel die Nase abwischte: „Da sollte man wahrhaftig Appetit auf kriegen.“