Drewes lachte breit auf und strich sich wohlgefällig übers Kinn.

Sie folgten dem Mädchen über die Diele nach dem kleinen Anbau, wo es grunzte und quiekte, sahen bewundernd zu, wie die saubern Borstentiere über das leckere Mahl herfielen und sich mit behaglichem Grunzen ganz lang streckten, als Sophie ihnen ein wenig den Rücken kraulte und ihnen dabei freundlich zusprach.

Da — wie ein Donner aus heiterem Himmel — tönte drüben von der Despe her Martens scharfe Stimme: „Schwerenot, Steffen, wo steckste denn so lange? Der Vater liegt im Bette und kann sich nicht helfen, und du gehst aus, als wenn’s Sonntag Nachmittag wäre!“

„I na, Marten!“ rief Drewes verwundert, während Sophie hastig ins Haus ging.

Über Steffens Gesicht zogen tiefe Schatten. „Was ist denn dir eingefallen? Was schreiste denn?“ rief er voll Verlegenheit und Zorn.

Marten antwortete nicht mehr, und Drewes ging mit Steffen nach der Küche zurück.

Sophie stand am Herde und blies ins Feuer.

„Ich hätte gern gesehen,“ ließ der Alte sich im Eintreten vernehmen, „daß du unsrer Tochter ’n bißchen beim Apfelabkriegen geholfen hättest, Junge! Du weißt, unsereiner kann so hoch nicht mehr steigen, und die Rötchen müssen sorgfältig gepflückt werden.“

„Aber Vater,“ fiel das Mädchen hastig ein, „das hat ja noch gar so ’ne Eile nicht. Und übrigens ist mir der Baum auch gar nicht zu hoch!“

„So!“ machte Drewes und warf ihr einen verweisenden Blick zu, während Steffen voll Eifers rief: „O, so ’n kleinen Gefallen tu ich euch herzlich gern! Muß nur geschwind mal nach Hause laufen und sehen, was der Gröhlhans will, dann bin ich gleich wieder da.“