Drewes trug dem Forthastenden noch einen Gruß für den Vater auf und wandte sich wieder zu seiner Tochter, die jetzt ganz übermäßig laut in der Küche herumwirtschaftete. „Du, Fieke,“ begann er in vorwurfsvollem Tone, „gestern ist dir aber der Apfelbaum noch zu hoch gewesen?“

Da sie nicht zu hören schien, zupfte er sie am kurzen Ärmel: „Hör’, Fieke, wenn Steffen zurückkommt, sei aber ’n bißchen anders gegen ihn, hörste?“

Sie kehrte sich beharrlich ab, brach plötzlich in ein helles Lachen aus und kehrte nun das lachende Gesicht dem Vater wieder zu. „Ja, Vater, wie soll ich denn nur anders gegen ihn sein? Ich kann ihm doch nicht auf n’ Rücken krauen, wie einem Ferkel.“

„Was ist das nur für ’n Vergleich, Kind!“

„No ja auch!“

„Fieke, sei verständig. Steffen ist ja ’n bißchen unbeholfen, aber du wirst ihn schon akkurat kriegen.“

Bautz!

Eine Milchbriwe[16], die Sophie gerade aus der Anrichte nahm, fiel zu Boden und zerplatzte in lauter Scherben.

„Wieder ’n Mariengroschen hin!“ rief Drewes fast ärgerlich und half die Scherben zusammenlesen.

Sophie war ganz still und bestürzt, ob infolge des Malheurs oder der unverhofften Wendung, die das Gespräch genommen hatte, das läßt sich genau nicht sagen.