Damit betrachtete er die Sache für abgemacht. Ein Liedlein summend, begab er sich wohlgemut in die Werkstatt zurück.
Über Sophie aber war von dieser Stunde an eine ganz eigene Stille gekommen.
Fünftes Kapitel.
Als Steffen auf den väterlichen Hof zurückkam, gab es eine heftige Auseinandersetzung zwischen ihm und dem Bruder. Marten, der unterm Walnußbaume am Wagen hantierte, schien ordentlich zu rauchen vor Zorn und Unwillen; wie züngelnde Flammen schossen seine Blicke auf das Sonntagskaput des Bruders und die Sonntagsgamaschen des Vaters.
Steffen blieb erst ganz gelassen, warf nur hin und wieder einen Brocken hin, und als er endlich auch zu kochen begann, klopfte der Vater mit zitternder Hand ans Fenster.
Da wurden die Brüder still.
Steffen eilte in die Stube und sah den Vater ächzend auf der Erde liegen. Er half ihm wieder ins Bett und klagte: „Ich weiß gar nicht, was Marten in ’n Kopf gekommen ist.“
„Laß ’n, Junge!“ hauchte der Alte, „du mußt der Klügste sein: ein Brand brennt nicht lange. — Also, laß ’n! Du weißt, er steigt immer rasch in ’n Turm, ist aber auch bald wieder unten. Vertragt euch! Was soll denn werden, wenn ich erst zwischen euch raus bin?“ Er atmete eine Weile tief und begann wieder: „Was haste denn drüben ausgerichtet, Junge?“
Steffen erzählte, wie es stand. Nun wollte er doch lieber zu Hause bleiben; sonst gäb’s hernach gewiß noch mehr Spektakel.