„Und der tut’s natürlich nicht gern!“ rief sie, mit den Augen blinzelnd.

Steffen zuckte die Achseln und brachte nichts weiter heraus, schickte sich deshalb an, wieder hinaufzusteigen, machte aber auf der ersten Sprosse wieder Halt und sagte mit zwinkernden Augen: „Fieke, was kriege ich denn für das Apfelpflücken?“

Sie lachte auf: „’n tüchtiges Kopfwurststück, wenn du das gern ißt.“

„Hui!“ machte er und kehrte sich rasch um, „aber ’s darf nicht geräuchert sein, und — und — du mußt’s mir gleich auf der Stelle geben!“ Indes tat er auch schon einen kühnen Satz gerade auf das Mädchen los und ergriff es bei den Armen.

„He, Steffen!“ schrie sie überrascht auf, riß sich los und huschte wie der Wind nach dem Hause hin. Auf dem breiten Steine vor der Hintertür blieb sie stehen und rief lustig zurück: „Komm nur herein, Steffen, ich schneide dir sogleich das Kopfwurststück.“

Er warf das Pflückelaken hin und eilte ihr nach.

Sie lachte und lief in die Stube, wo die Mutter noch am Spinnrade saß, und nötigte ihn lustigen Gesichts von innen herein. „Er ist hungrig geworden, der arme Steffen,“ erklärte sie der Mutter und schlüpfte kichernd hinaus. Nach einer kleinen Weile, in der Steffen der gutmütig bedauernden Frau immer wieder seine Unschuld beteuerte, trug die Schelmin richtig eine mächtige Kopfwurst auf den Tisch. Natürlich war auch ein strammer Trunk dabei, kein gebrauter diesmal, sondern ein gebrannter.

Als sie dann aber zu nötigen beginnen wollte, mußte sie fast ersticken vor innerem Lachen.

Steffen merkte es wohl und lachte aus vollem Halse mit. Die Mutter lachte ebenfalls, ohne recht zu wissen, warum.

Angesichts des kostbaren Angebots konnte Steffen, trotz seiner „Unschuld“, doch nicht länger widerstehen, und das „Ende vom Liede“ war der Anfang der Wurst.