„Du willst doch, Kind, du willst doch?“ rief der Kranke ängstlich bittend.
Ein Sperling flog gegen die Fensterscheibe, guckte neugierig herein und flog wieder fort.
„Na, Fieke, so antworte aber auch!“ mahnte Drewes nachdrücklich.
Sie kämpfte in peinvoller Verlegenheit mit sich und sagte, während ihre rechte Fußspitze auf dem Lehmboden einen Kreis zog: „Oelkers Vetter, ich will Eurem Steffen wohl helfen so viel ich kann.“ ... Da stockte sie wieder, obgleich es ihrem Tone anzuhören war, daß sie noch etwas sagen wollte.
Draußen schrien die Gänse. Ein vorüberfahrender Knecht rief den Pferden etwas zu und knallte mit der Peitsche.
Drewes, dessen Stirn sich in Falten gelegt hatte, schob das Fenster auf und winkte hinaus. Da hörte das Peitschenknallen auf; aber dafür begann ein Hund, der im Despegebüsch etwas entdeckt hatte, heftig in das Gebüsch hinein zu kläffen.
„Willst du mich sterben lassen ohne Antwort, Kind?“ jammerte es aus dem Bette. „Soll ich nicht mehr erleben, daß mein liebster Gedanke sich erfüllt?“
„Fieke!“ mahnte Drewes.
Regungslos, mit gesenktem Kopfe stand sie da und schluchzte in ihre Schürze. „Euer Steffen,“ stieß sie endlich mit ersticktem Tone heraus, „hat mir ja davon gar nichts gesagt.“
Fast bis zum Boden hatte sich der Bursche gebückt.