„Nein,“ kicherte sie, „es braucht nur ein einziger zu sein, aber er muß lang genug sein.“
Steffen deutete den Scherz zu seinen Gunsten, machte ein pfiffiges Gesicht und sagte: „Weißt du, wie viel Sorten Frauensleute es gibt?“
Nein, das wußte sie nicht. Sie sollte raten. Das wollte sie aber gar nicht.
Da sagte er’s. Es gäbe nämlich drei Sorten: „De Swineart, de Göseart un de Häunerart.“ Und da sie ihn nun neugierig ansah, legte er den Finger an die Nase und gab die Erklärung, wie er sie von seinem Vater gehört hatte: „Die Gänse schnattern, das ist nicht die rechte Art; die Hühner kratzen, das ist auch nicht die rechte Art; aber die Schweine wühlen zusammen, das ist die rechte Art.“
Sie sah ihn mit großen Augen an, in denen das Lachen verhalten war, und fragte gespannt: „Zu welcher Sorte rechnest du denn mich?“
„No,“ entgegnete Steffen und guckte mit großer Befriedigung an ihr herauf, „no, du bist doch wohl von der — Swineart.“
Sie stand einen Augenblick ganz starr und still; dann lachte sie hell auf, unterdrückte aber das Lachen sofort, als sie Marten mit den Pferden am Fenster vorüber kommen sah.
Steffen ging sogleich hinaus, um dem Bruder beim Ausspannen zu helfen.
Marten sprang vom Pferde, sah seinen Bruder finster an und murmelte etwas vor sich hin.
„Ist’s gut gegangen, Marten?“ fragte Steffen, indem er die Stränge abhängte.