»Da ist denn die Reihe des Fehlens an Euch gekommen, Meister Klingsohr!« sagt’ ich munter, »denn auch ich übe eine Kunst, und mit all’ meinem Denken trag’ ich Lust zu ihr.«
Da sahen mich Beide verwundert an und Klingsohr fragte: »Welche ist’s?«
»Zwar sollt’ ich dem Klingsohr nicht offenbaren, was er mir hehlt«, erwiederte ich. »Doch will ich’s sagen: Zum Tannhäuser dem Singer hat Diether der Maler sich gesellt.«
»So wohl uns, daß wir uns trafen!« rief Klingsohr, streckte mir seine Hand entgegen, und der Tannhäuser reichte mir seine. »Wir drei gehören zusammen, ob Kutte, Wams oder Mantel; wir sind eines Ordens. He, Bruder Tannhäuser, nimm Deine Fiedel und streich eins auf!«
Der aber sagte:
»In Regen und Wind des Fiedelns pflegen,
Heißt unterm Schnee nach Veiglein fegen.«
»Wohl«, rief da der Kurze, »so will ich ein neu
Lied singen von den drei jungen Gesellen, die sie in Augsburg henken wollten, wie sie zusammen entrannen und hernach in England der eine Bischof, der andere« –
»Sagt mir doch lieber«, unterbrach ich ihn, »was Eure Kunst sei!«
»Warum sollt’ ich’s nicht«, erwiederte er, wenn’s Euch, Malbruder, zu wissen lieb ist? Kennt Ihr die schwarze Magia?«