Und so nahm ich’s mit mir.

Siebentes Capitel.

Beim Feste.

Es war noch hoch am Tage, denn ich war rüstig zugeschritten, als ich wieder zur Seite des Baches das Thal durchzog, von dem aus ich zum Dorf gelangen sollte, das so sicher sich lagert um die bethürmte Burg. Je näher ich dem Orte kam, desto merkbarer ward es, daß heut den Leutlein und der Gegend umher ein seltner Festtag angebrochen war, den mit zu feiern Keiner versäumen wollte, der wohl auf war und gerne fröhlich. Allerlei Volk zog, wie ich wohl sah, demselben Ziele nach wie ich; und gar am Orte selbst, als ich darkam, fand ich der fremden Gäste viele. Die Lustbarkeit der Herren mußte wohl bekannt worden sein aller Orten ringsum. Da waren Junker und Knechte, Bürger und Bauern, auch fahrende Sänger, Luftspringer, Gaukler und Hebräer, und was sonst Leute dem Gewinne nachgehn, wo müßiges Volk sich zusammenfindet, das die Lust an der Kurzweil der Sparsamkeit vergessen läßt. Alle zogen sie hindurch der Brücke zu jenseit des Dorfes, und auch von drüben ward der Haufe durch Gäste

vermehrt, die den Weg zogen, auf dem ich die Herren hatte quer durch’s Thal reiten sehen.

Ich hatte mich, da ich durch’s Dorf schritt, Bauern zugesellt. Von ihnen erfuhr ich, daß heute Morgen die Braut und ihr Geleite unweit des Ortes angelangt und vom Bischof und den Herren mit ihm herrlich empfangen worden wäre. Alsbald hätten die Speyerischen die Ankömmlinge zum Lustlager geführt, das sie zugerichtet, allda zu rasten und die Begegnung fürstlich zu feiern.