Der Graf vom Strahl (zieht sie zurück).

Nichts, nichts, mein süßes Kind.

(Er küßt ihre Stirn.)

Käthchen. Nichts?

Der Graf vom Strahl.

Nichts. Vergib. Ich glaubt, es wäre morgen. - Was wollt ich doch schon sagen?—Ja, ganz recht, Ich wollte dich um einen Dienst ersuchen.

(Er wischt sich die Tränen ab.)

Käthchen (kleinlaut.) Um einen Dienst? Nun, welchen? Sag nur an.

(Pause.)

Der Graf vom Strahl. Ganz recht. Das wars.—Du weißt, ich mache morgen Hochzeit. Es ist zur Feier alles schon bereitet; Am nächsten Mittag bricht der Zug, Mit meiner Braut bereits zum Altar auf. Nun sann ich mir ein Fest aus, süßes Mädchen, Zu welchem du die Göttin spielen sollst. Du sollst, aus Lieb zu deinem Herrn, für morgen Die Kleidung, die dich deckt, beiseite legen, Und in ein reiches Schmuckgewand dich werfen, Das Mutter schon für dich zurecht gelegt. - Willst du das tun?