Der Prinz von Homburg.
O Mutter! Welch ein Wort sprachst du?
Darf ichs mir deuten, wie es mir gefällt?

Kurfürstin.
Hinweg, sag ich! Im Wagen mehr davon!

Der Prinz von Homburg.
Kommt, gebt mir Euren Arm!—O Cäsar Divus!
Die Leiter setz ich an, an deinen Stern!

(Er führt die Damen ab; alle folgen.)

Szene: Berlin. Lustgarten vor dem alten Schloß. Im Hintergrunde die Schloßkirche, mit einer Treppe. Glockenklang; die Kirche ist stark erleuchtet; man sieht die Leiche Frobens vorübertragen, und auf einen prächtigen Katafalk niedersetzen.

Neunter Auftritt

Der Kurfürst, Feldmarschall Dörfling, Obrist Hennings, Graf
Truchß, und mehrere andere Obristen und Offiziere treten auf.
Ihm gegenüber zeigen sich einige Offiziere mit Depeschen.—
In der Kirche sowohl als auf dem Platz Volk jeden Alters und
Geschlechts.

Der Kurfürst.
Wer immer auch die Reuterei geführt,
Am Tag der Schlacht, und, eh der Obrist Hennings
Des Feindes Brücken hat zerstören können,
Damit ist aufgebrochen, eigenmächtig,
Zur Flucht, bevor ich Order gab, ihn zwingend,
Der ist des Todes schuldig, das erklär ich,
Und vor ein Kriegsgericht bestell ich ihn.
—Der Prinz von Homburg hat sie nicht geführt?

Graf Truchß.
Nein, mein erlauchter Herr!

Der Kurfürst. Wer sagt mir das?