„„Ein Spas, der Euch, mein Herr, das Leben rettete.““
„Mir? Wie so?“
„„Die flüchtige Massette schlich hinter Euch her wie ein lauernder Kater und hatte den Dolch schon gehoben. — Ich dachte Ihr gäbet mir dafür ein Stück Geld, denn bey meiner armen Seele, mich hungert und dürstet und friert.““
„Euch Spitzbuben, und eure Kniffe kennt man; Ihr habt euch zu dem Spas beredet, um mir die Börse abzuplündern und einen großen Dank für mein gerettetes Leben dazu. Geht mir, geht, und grellt die Leichtgläubigkeit des Dogen selber, nur an Buonarotti wagt euch nicht!“
Der arme, hungernde Bettler stand bestürzt da und sah den pfiffigen Herrn an.
„Nein, so wahr ich lebe, Herr, ich lüge Euch nichts vor — es ist mein Ernst, ich sterbe die Nacht vor Hunger.“
„„Geht, sag ich Euch, oder — —““ der Unbarmherzige zog bey diesen Worten ein geheimes Schiesgewehr hervor und drohte.
„Donner und Wetter, bezahlt man in Venedig die guten Thaten so?“
„„Die Sbirren sind in der Nähe, wie Ihr wißt, also — —““
„Zum Teufel, seht Ihr mich denn für einen Banditen an?“