Flodoard. (indem er mit den Zähnen knirscht) Still! — (gefaßt) Gnädigster Herr, gebt mit eure Herzogliche Hand darauf.
Gritti. Ich schwör es euch, Flodoard, schafft ihr mir den schreklichen Feind der Republik lebendig oder tod, so geb ich euch Rosamunden mit fürstlicher Aussteuer zur Gemahlin!
Flodoard. (hält schweigend die Hand hin)
Gritti. Hier empfangt meine Herzogliche Rechte.
Flodoard ging in Gedanken verloren durch das Zimmer. Im Thurme der St. Markuskirche schlug es fünf Uhr.
„Der Abend übereilt uns!“ tief Flodoard „wohlan so sei’s; in vier und zwanzig Stunden überliefr’ ich euch den fürchterlichen Banditen Abaellino.“
Gritti. (betroffen) Junger Mensch, versprecht weniger und leistet mehr.
Flodoard. (ernst und fest) Es gehe wie es gehe, ich halte entweder mein Wort, oder trete nimmermehr wieder über die Schwelle eures Pallastes. Ich habe Spuren und sichre Merkmahle von dem Bösewicht — entweder spiel ich morgen um diese Zeit ein Lustspiel, oder es werde in Gottesnamen ein Trauerspiel!
Gritti. Uebereilung ist gefährlich.
Flodoard. (mit Stolz) Ueber die Jahre der Uebereilung denk ich in meinem Leben hinweggesprungen zu sein. —