„Wie glüklich Sie sein müssen mit solch einem Herzen! und wie glüklich wär ich, wenn ich mir schmeicheln dürfte, auch ein Etwas zu Ihrer Zufriedenheit beigetragen zu haben. — Darf ich hoffen?“
„Vielleicht!“
Unter diesem Gespräche hatte Duur Louisens Hand in die seinen geschlossen; er drükte sie oft an seine Lippen, und die Prinzessin duldete es.
„Könnte Sie der vorige Wunsch nicht glüklich machen, so würd’ ichs wagen ihn umzukehren: wären Sie doch minder erhaben, wenigstens mit gleicher! ach, dürfte ich die Durchlaucht mit dem süssern Namen Louise verwechseln!“
„Ein Wunsch der mir schon der Neuheit willen gefällt. Ich weis nicht ob er mich glüklicher machen würde; wäre es indessen bei Ihnen der Fall, so kann ich ihn Ihnen leicht gewähren. Nennen Sie mich immerhin da Louise, wo uns kein fremdes Ohr belauscht.“
Florentin. (schwärmerisch zu ihr hinanblikkend) Louise, o Louise, Louise!
Louise. (lächelnd) Ein sonderbarer Geschmak der sein Vergnügen in der Ausrufung eines leeren Namens findet.
Florentin. O nicht wahr, Sie sind nur Louise; nicht mehr, nicht jezt die Schwester eines Herzogs — nur allein, die sanfte, liebenswürdige Louise sind Sie?
Louise. (den Blik von der Seite wendend) Nun ja, ich will es ja sein!
Florentin. Hören Sie izt, schöne Louise, ein Bekenntnis, welches die Fürstin, die herzogliche Schwester nicht wissen darf — ich verehre die Prinzessin mehr, als einer ihrer Unterthanen, aber — Louisen — Louisen liebe ich. —