„„Bist es wirklich, Einzige! — kein Traumbild, kein Fantom! Du bists. Es ist deine liebende Stimme!““

„Unglüklicher Florentin, du liebst Louisen noch? — Hast deine Liebe so schwer büßen müssen!“

„„Ewig hängt meine Liebe an dir.““

„Hast viel gelitten um Deiner Louise willen.“

„„Unendlich viel! — ich hatte ja alles verloren. — Ach, seit du an meiner Brust liegst, hab ich dreifach — tausendfach mehr dafür wieder gewonnen. Ich bin zufrieden. Meine Wünsche hören auf.““

„Florentin, so viel Liebe hab’ ich nicht verdient.“

„„Hast sie verdient und mehr. — Was war ich ehe du mich geliebt? ein Geschöpf sonder Werth! — durch dich wurd ich alles.““ — —

Sie weinten beide. Ihre Sprache verlor sich. Sie umarmten sich lange.

„Ah!“ lispelte Louise und die Seligkeit ihrer Seele mahlten sich in den schwimmenden Blikken, auf den erröthenden Wangen, in den lächelnden Zügen ihres Angesichts wieder:

„Wer hätte es im herzoglichen Schloßgarten an jenem Abend von uns wähnen sollen, daß wir uns hier wieder finden würden? Erinnerst du dich noch an das Strumpfband?“