Piedro. (beweglich) Fiorentino, auch Ihr?
Graf. Seht, Herzog, seht hinaus; betrachtet draussen den Greuel dieser Nacht; seht wie Bürger wider Bürger wüthen; hört das Aechzen der Erschlagenen, hört das Winseln der Verwaisten — Herzog, Landesvater, sieh das Elend deiner Kinder und rechtfertige Dich.
Piedro. (entnervt) Nehmt — nehmt alles hin, ich entsage allem — nur schüzt mein Leben wider die Rebellen.
Graf. Ich selber bin der Rebellen einer.
Piedro. Nein, Graf, unmöglich seid Ihr dies.
Graf. Ich bin mehr, bin der Rebellen Anführer.
Piedro. (zurüktaumelnd) Wehe, auch Ihr!
Graf. (mit Majestät) Piedro, vergeßt in dieser Nacht, daß Ihr vor fünf Stunden noch Herzog waret, und unterwerfet Euch der Rache des Schiksals. — Kanellas Bürger sind fortan nicht mehr Piedros Sklaven; hört Ihr’s? nicht mehr Eure Sklaven! — — Ihr bleibt inzwischen diese Nacht hindurch in der Bewahrung dieser Männer, seid ruhig, wenn Ihrs sein könnet und fürchtet nichts für Euer Leben. —
Piedro. (ergreift bebend die Hand des Grafen) Fiorentino — —
Graf. (führt den Herzog an ein Fenster) Fakkeln leuchtet hinaus! — Piedro, ruft den Kanellesern zuerst ihre Freiheit zu!