Piedro. (sich zum Fenster hinauslehnend) Wehe, welch ein Anblik.
Einige der Schwarzen. (hinunterschreiend) Stille unter Euch! der Herzog spricht! Ruhe! —
(Todtenstille von unten)
Piedro. (dreht sich vom Fenster ab) Fiorentino!
Graf. (mit furchtbaren Ernst) Ihr säumet? Hat Kanella noch nicht lange genug in Euern Fesseln geschmachtet?
Piedro. (die Hände ringend) Gott!
Graf. Seht, so triumfirt die Freiheit an der Hand der Verzweiflung. Und dies alles ist Euer Werk! — (Pause) Das Volk schweigt.
Piedro. (lehnt sich abermahls zum Fenster hinaus; er ruft weinend) Lieben Kanelleser, Euer Herzog verkündet Euch — Freiheit!
„Freiheit! Freiheit!“ schrieen tausend Stimmen durch die benachbarten Gassen, und: „Freiheit! Freiheit!“ scholls zurük von allen Gegenden der Stadt.
Ueberwunden strekten die Herzoglichen Soldaten das Gewehr — die Sonne ging auf und beleuchtete einen neugebornen Freistaat.