Dulli. Das Bildnis ist ja so gar weit nicht entfernt.
Florentin (ihn umhalsend) O Dulli!
Dulli. Gott, gnädiger Herr, wie Ihr nun da seid? Ihr habt Millionen verspendet und das dankbare Völklein beut euch dafür einen Heller; — Ihr sehet wenigstens, wie werth Ihr den Kanellesern seid.
Florentin. Ich seh’s, ich fühls, ich danke! — Ja, Badner hat’s verdient! —
Dulli. Bei Gott, das hat er.
Florentin. War’s noch nicht genug, daß man die Asche dieses Redlichen in feierlicher Prozeßion durch Stadt und Land seinem Grabe in Deutschland entgegenführte, mußte man ihm noch die Säule weihn?
Dulli. Gnädiger Herr, Ihr verdientet einen höhern Lohn, als einen geschnizten Marmor, darum errichtete man Euch keine Statüe — diese ist nur für Eure Freunde gut.
Kaum eine halbe Stunde war verflossen, als das Volk haufenweis herbeiströmte und neugierig die Bildsäule am Duurschen Pallast umringte. Das Spiel jener Nacht wurde wiederhohlt; wiederum der hehre Freiheitsgesang:
„Heilig ist Gott und groß! &c.“ angestimmt; wiederum Fiorentino’s Wohl ausgerufen und dergleichen mehr.
Angenehmer konnte kein Trost erfunden werden für des Grafen leidenden Seele; und kein Trost war auch für ihn von erwünschtern Folgen, als dieser.