Florentin. (sich ruhig stellend) Nein, lieber Dulli, es hat nichts zu sagen; ich habe ihn längst erwartet diesen Streich des Schiksals.

Dulli. Desto besser, desto besser. — Aber — —

Florentin. Du willst sagen, ich sei sehr unglüklich — nicht wahr? — Du hast wohl recht! —

Dulli. Und, gnädiger Herr, Euer Karakter! Ihr seid so zart empfindend; jede Lust oder Unlust, die euch anweht, reizt Eure Nerven mehr, als her größte Schmerz, oder das größte Glük einen andern. Und das ist eben die Quelle Eures Leidens.

Florentin. (eine Thräne erstikkend) Freilich, freilich Philosoph. — Gieb Befehl, daß man alles zur Abreise anordne.

Dulli. (erschrokken) Im Ernst?

Florentin. Ich scherze nicht; Dulli, die Zeiten sind vorüber, da ich scherzen durfte. —

Dulli. Ihr wollt uns verlassen? doch mich nicht gnädiger Herr! Ich folge Euch nach, gnädiger Herr, beim heiligen Petrus, ich folge Euch nach.

Florentin. So lange du noch Hofnungen nährest hier in dein Vaterlande dein Seelenglük zu finden, so bleib hier, warum willst du es unter einem fremden Himmelsstrich suchen.

Dulli. Gnädiger Herr, ich würde, wenn ich Euch verlöre, nie wieder froh sein können.