„„Sie schlafen!““ entgegnete dieser.

„Lass’ uns sie wach küssen.“

„„Wirst du es?““

„Ich werd’ es. Fort, fort, ich zittre vor Ungeduld meinen alten Onkel, meine Schwester zu, sehn!“

„„Komm!““ antwortete Holder, dessen Gesichtszüge sich plözlich verändert fanden, dessen Augen in Zähren schwammen, dessen Sprache stokte.

„Was ist dir?“ fragte der Graf.

„„Was soll mir sein?““ war die Gegenfrage.

Holder führte seinen Freund zum Schlosse hinaus, durchs Dorf.

„Wohin bringst du mich? führe mich zum Bette meines Onkels und meiner Schwester!“ sagte Duur ängstlich, indem er von schreklichen Ahndungen angeweht, sich dichter an Holdern schlos.

„„Ich führe dich dahin!““ antwortete dieser, indem er mit seinem Schwager so eben in den Dorfkirchhof trat, und den guten Duur vor einem verwitterten Leichensteine stehn lies, an welchem geschrieben war: