Florentin. Um alles zu verderben?
Florentin. Drängt vielmehr die Kanelleser bis zu des Elends äussersten Gipfel hinan, daß sie revoltiren müssen, desto eilender gelangt Ihr zum Ziele. Güte beruhigt die Leute und zerstört Eure Pläne.
Kardinal. Verzeiht, verzeiht! Ihr habt Recht, die Freude machte mich wirbeln. Und doch — o, wär es möglich, daß ich jezt ganz Kanella für mich einnehmen könnte!
Florentin. Kanella verehrt Euch wie seinen Vater, aber haßt den Prinz Moriz.
Kardinal. Ihr schmeichelt. Aber unterlaßt auch ja nicht, den vertrauten Umgang mit Moriz fortzusezzen. Es ist uns nothwendig!
Florentin. Sehr natürlich. Selbst die Morizischen Werbungen empören das Volk nicht wenig, in eingen Dörfern ist es schon zum Aufstande gekommen.
Kardinal. (applaudirend) Bravo! bravo! — Laßt uns alles zur Beförderung und Beschleunigung der Revolte beitragen. Ich werde Euch die dazu erforderlichen Geldsummen anzeigen.
Florentin. Ich hege keinen Zweifel am — glüklichen Ausgang dieser fürchterlichen, verworrenen Händel!
Kardinal. Und Euer ist Rosaffa, Euer das schönste Weib von ganz Kanella, sobald Piedro enttrohnt ist und Benedetto an seiner Statt herrscht.