„Er ist doch nicht lebendig verbrannt?“ sagte er zu seinem Nachbar, um ein Gespräch anzuzetteln.
„Lebendig?“ gegenfragte dieser, und schüttelte den Kopf und zuckte mitleidig die Achsel: „wer wird denn Menschen lebendig verbrennen?“
Florentin wollte weiter reden, aber der Befragte wandte sich unwillig von ihm, und wollte nichts mehr hören. — Duur verließ die Stelle, und suchte einen gefälligern Mann auf.
„Was hat der Verbrannte verbrochen?“ fragte er einen andern, der ihm freundlicher aussah.
„Verbrochen?“ antwortete dieser und machte große Augen: „Bei Gott, es war ein würdiger Mann, der Liebling unsrer Stadt, der Wohlthäter aller Unglücklichen.“
„Ich bin hier ein Fremdling.“
„Das verrieth Ihre seltsame Frage.“
„Nun sagen Sie mir nur, warum läßt ihn denn die Obrigkeit nach seinem Tode noch — —“
„Nicht die Obrigkeit — seine Erben erweisen sich den Liebesdienst.“
„Das ist sonderbar.“