„Wo bin ich?“
„Wohl aufgehoben!“
„O gewiß! — ist hier nicht Elysium? Ich möchte izt an die Wunder berauschter Dichter, an die Fabelwelt Griechenlands glauben lernen.“
„Glauben Sie!“
„Ich wandre in Plutons schönsten Hallen, und Imada ist die Unsterbliche, welche mir den Lethebecher bringt.“
Imada lächelte des Schwärmers. Er nahm zitternd die Schaale aus ihrer schönen Hand, sein Auge verlor sich trunken in ihren Blick.
„Geben Sie mir Vergessenheit? — Vergessenheit für all die tausend Jammerstunden meines elenden Lebens; Vergessenheit für meine tausend Seufzer und Thränen?“
„Wünschen Sie Vergessenheit? Es ist Ihr Ernst nicht.“
„Gewiß! gewiß! — wen freut das Ueberlebte noch, wenn man Imada sieht?“
„Trinken Sie! die Schaale giebt Vergessenheit — zur Strafe soll nun alles Gut und Böse von Ihres Gedächtnisses Tafel gewischt werden — auch die Erinnrung an Louisen!“