Florentin. Wenns daran nur allein liegt — — (er trinkt.)
Imada. Auch für Louisen schadlos?
Florentin, (mit Schwärmerei) Sie sind Louise; nein, mehr, als Louise!
Imada. Und — für Holdern?
Florentin. (läßt bestürzt die Hand mit der Schaale sinken) Gott im Himmel! was ist das? — Wie kommen Sie zur Kenntniß aller derer, die meinem Herzen am nächsten wohnen? — Sie sind mit mir, mit meinen schönsten Geheimnissen vertraut, wie ich es bin. O Imada, izt wird die schöne Täuschung mir zur Last — es ist mir zu viel Unbegreifliches darin — Imada, fühlen Sie, wie ich — Imada, wenn Sie mich nur ein wenig lieben: so zerreissen Sie den Schleier, welcher mir vor den Dingen dieser sonderbaren Nacht hängt. —
Imada. (lächelnd) Sie sind des Traums so früh schon satt und müde? wollen Sie so bald, so gern erwachen?
Florentin. Nur Sie nicht mit dem Traum verlieren. (Indem er ihre Hand ergreift und sie an seine Lippen drückt) So schön — so schön bin ich noch nie gefoltert worden!
Imada. Noch nie? Ich dächte doch, vor alten. Zeiten schon einmal.
Florentin. Noch nie!
Imada. (lächelnd) Besinnen Sie sich nur, Vinzenz!