„Das war eine lächerliche Hyperbel! — Kann der Schmetterling seine Natur vertauschen? Sie würden traurig umherflattern und sich ein andres Blümchen suchen.“

„Das könnt’ ich nicht; bei Gott das könnt’ ich nicht! — Zum Beispiel — liebe, theure Imada — zum Beispiel — Sie, Sie wären meine Lieblingsblume — — —?“

„So würden Sie ein fremdes Eigenthum verletzen.“

„Fremdes Eigenthum?“ stammelte Florentin und wurde todtenblas.

„Was fehlt Ihnen, Duur? Sie verwandeln die Farbe?“ fragte Imada, und schloß mit zärtlicher Bekümmerniß seine kalte Hand in die ihre: „Reden Sie doch! was fehlt Ihnen?“

„O, fragen Sie mich nicht! — Es fehlt mir alles! Imada — liebe, einzige Imada — fremdes Eigenthum, Sie?“

„Bekümmert Sie das so sehr?“

„O mein Gott, wie sollts nicht! — Imada, war das Ernst? — Imada! Gehören Sie schon einem andern an?“

„Ja.“

„Entsetzlich! — dies Ja schlägt meine Hoffnungen auf immer zernichtet zu Boden, und stößt mich aus dem Paradiese, wo ich schon so sicher zu wohnen glaubte.“