„Das war also das seltsame Licht,“ murmelte Kapitän Mors. „Dies rührte vom Unterseeboot her, das zur Spionage abgesandt worden war. Also hatten es auch mal die Franzosen auf mich abgesehen. Nun, es ist ja ein vergebliches Bemühen. Die Offiziere des Unterseeboots sind tot und die gerettete Mannschaft kann nicht dafür, daß die Vorgesetzten das Fahrzeug an diese Küste schickten. Was soll ich mit den Leuten anfangen? Gesehen haben sie nichts. Ich hätte fast Lust, sie mit einem Eingeborenenboote über kurz oder lang nach Australien zu senden. Aber, das ist auch eine zweifelhafte Sache. Weiter hinten wohnen noch kannibalische Stämme, da könnten die Leute in die Hände der Menschenfresser fallen.“

Star trat heran.

„Freilassen dürft Ihr sie nicht, Kapitän,“ flüsterte er. „Wenn sie auch nicht viel gesehen haben, können sie doch über manches, was hier auf der Insel vorgeht, Auskunft geben. Ihr wißt ja, was Ihr gesagt habt, wenn ein Fremdling die Insel betritt, so bleibt er zeitlebens ein Gefangener.“

„Nun, das werden wir sehen,“ meinte Kapitän Mors. „Vorläufig kann ich noch keine Entscheidung treffen. Die Männer werden aufs schärfste bewacht, sonst aber mit allem versehen, was sie nur bedürfen. Das Haus hier werden sie unter keinen Umständen verlassen, wenigstens nicht ohne meine Erlaubnis.“

Damit wendete sich Kapitän Mors zur Tür.

„Hört, hört, Herr,“ rief ihm der Wortführer der Geretteten nach. „Was geschieht mit uns? Hat man unseren Tod beschlossen?“

„Ich lasse nicht nutzlos morden,“ gab Mors zurück und verließ unmittelbar darauf das Zimmer.

Das war freilich ein schlechter Trost und die Schiffbrüchigen schienen über ihr Schicksal in Unruhe zu geraten. Sie flüsterten zusammen und warfen besorgte Blicke auf die bewaffneten Inder, die wie Statuen ihr Wächteramt verrichteten.

Am nächsten Morgen wurde Kapitän Mors gemeldet, daß ihn die Geretteten wieder zu sprechen wünschten.

„Sie haben sich alle gut erholt,“ meinte Star, der diese Botschaft brachte. „Es sind alles kräftige, stattliche Kerle. Sechs von ihnen stammen aus der Normandie, die anderen vier sind Irländer. Sie verstehen übrigens sämtlich etwas von der Mechanik und vom Ingenieurwesen, das habe ich durch allerhand Fragen herausbekommen. Wenn sie Gefangene bleiben, können sie uns möglicherweise gute Dienste leisten.“