„Das wird sich finden,“ erwiderte Kapitän Mors. „Mein Entschluß ist noch nicht gefaßt. Ich werde jetzt mit den Leuten sprechen.“
Eine halbe Stunde später stand Kapitän Mors vor den Geretteten, die mit scheuen Mienen auf den Mann schauten.
Sie trauten offenbar dem Frieden nicht und meinten, das Abenteuer möchte übel enden, sie fürchteten, daß Kapitän Mors den Befehl zu ihrer Hinrichtung geben möchte.
„Nun, was begehrt Ihr?“ fragte der Maskierte. „Was habt Ihr für ein Anliegen?“
Der Sprecher der Schiffbrüchigen war ein Irländer, der sich Wilkes nannte.
Er schien auf dem Unterseeboot als Steuermann gedient zu haben und war offenbar ein sehr geschickter Mensch, der Kapitän Mors gute Dienste leisten konnte.
„Ich wollte eine Bitte an Euch richten, Herr,“ begann Wilkes in recht demütigem Tone. „Wir wissen, daß wir uns auf einer Insel befinden, auf die man schwer hinauf, aber wohl noch schwerer hinunterkommt. Wir sind alles Leute hier, die was gelernt haben und viel von der Technik und dem Ingenieurwesen verstehen. Ihr wißt sicherlich, daß nur solche Leute zum Dienst auf den Unterseebooten zugelassen werden.“
Kapitän Mors neigte den Kopf, als Zeichen der Zustimmung.
„Dienen tut keiner gern,“ fuhr Wilkes fort. „Aber heutzutage muß man ja froh sein, wenn man nur Beschäftigung findet. Der Dienst auf dem Unterseeboot ist schwer, aufreibend und gefährlich. Da es nun mal das Schicksal so gefügt hat, daß wir hier auf dieser Insel stranden sollten, so bitte ich Euch im Namen meiner Kameraden, uns gewissermaßen in Eure Dienste aufzunehmen. Wir wollen uns nützlich machen, so gut wir können, wir versprechen fleißig zu arbeiten und das, was wir gelernt haben, zu Eurem Nutzen anzuwenden. Dafür bitten wir nur, daß uns das Leben geschenkt wird. Wenn wir diese Gewißheit haben, sind wir schon glücklich und zufrieden.“
Kapitän Mors war nie grausam und die Unterwürfigkeit dieser Leute machte auf ihn einen gewissen Eindruck.