Aber, es kam auch noch etwas anderes hinzu. Ihm war eben ein Gedanke durchs Hirn gezuckt. Blitzartig, wie alle jene Entschlüsse, die der Luftpirat faßte.
Kapitän Mors plante nämlich eine neue Reise mit dem Weltenfahrzeug.
Da hatte er aber bei seinen letzten Fahrten zu seinem Verdruß bemerkt, daß die Inder, seine treuen Gefährten, unter den ungewohnten Strapazen litten.
Jedenfalls war es ihre Konstitution und die Gewöhnung an das tropische Klima, welche die Folgen der seltsamen Reisen so nachteilig auf sie wirken ließ. Die Inder kränkelten und es zeigten sich bei ihnen seltsame Nervenzuckungen. Es war zweifellos, daß sie sich an die abenteuerlichen Fahrten im Weltenraum erst gewöhnen mußten.
Da Star oder Terror aber abwechselnd auf der Insel zurückbleiben mußten, so hatte Mors nur einen einzigen Mann, der ihm bei der Bedienung der Maschinen zur Hand gehen konnte, das war aber völlig ungenügend.
Zwar hatte er noch die beiden Töchter des Ingenieurs als Gehilfinnen zur Verfügung, aber das waren doch nur Mädchen, und Kapitän Mors dachte viel zu edel, als daß er die beiden, die so treu an ihm hingen, mit schwerer Arbeit überbürdet hätte.
Da kam ihm der Gedanke, das Angebot der Mannschaft des Unterseeboots zu benutzen. Das waren Leute, die er gebrauchen konnte, die verstanden, mit Maschinen umzugehen, die waren zäh und widerstandsfähig, das hatten sie schon bei der Strandung auf den Klippen bewiesen.
Prüfend sah er sie an und musterte sie mit seinen feurigen Augen.
„Wenn ich ein Uebriges tun würde?“ sprach er langsam. „Wenn ich Euer Leben schone, Euch mit allem Nötigen versehe, und Ihr für Eure Dienste außerdem eine besondere Belohnung erhaltet?“
„O, dann könnt Ihr mit uns machen, was Ihr wollt,“ rief Wilkes hocherfreut. „Dann tun wir für Euch, was Ihr nur verlangt, dann gehen wir, wenn es nötig ist, mit in die Hölle.“