Das Ungeheuer schien jedoch seine Beute weniger mit dem Gebiß packen, als mit den Krallen erhaschen zu wollen, dabei hüpfte es auf den Hinterbeinen sitzend, auf Mors zu, sodaß seine Bewegungen an die eines riesigen Kängurus erinnerten.

Jedenfalls war das Tier mit den sogenannten Lälaps verwandt, ein Tier der Vorwelt auf Erden, welches einem riesigen Känguru ähnelte, nur, daß dieses Tier den langen Schlangenhals besaß, der ihm das schlangenartige Aussehen sicherte.

Kapitän Mors konnte sich jetzt nicht um Lindo bekümmern und gewahrte nur bei einem gedankenschnellen Blick, daß sein treuer Gefährte mit dem zweiten Ungeheuer kämpfte.

Jetzt kam der Riese wieder herangehüpft, schnarchte laut und suchte mit seinen beiden gewaltigen Tatzen Kapitän Mors zu packen.

Diesmal bückte sich der Luftpirat nur und führte einen furchtbaren Stoß nach der Stelle, wo er das Herz des riesigen Ungeheuers vermutete.

Ein gewaltiger Blutstrahl sprudelte hervor, fast wie aus einem Springbrunnen. Kapitän Mors duckte sich schnell und entwischte gerade noch aus den Krallen des Ungeheuers, die ihn zu packen drohten.

Wieder tönte das Schnarchen, gräßliche Wut malte sich in den weiß leuchtenden Augen des Ungetüms, aber seine Bewegungen waren nicht mehr so schnell wie vorhin, es schien die Wirkung der blanken Waffe zu spüren.

Das Blut schoß wie eine Fontäne aus der Wunde in der Brust und es war möglich, daß der Stich das Herz verletzt hatte. Die Bestie warf schreckliche Blicke auf den Menschen, der jetzt mit Befriedigung die entschwindenden Kräfte des Angreifers bemerkte.

Inzwischen war Lindo auch nicht müßig gewesen und hatte mit der Axt auf die von Mors bezeichnete Stelle losgehauen.

Der Brave hieb zu, als wollte er einen Baumstamm fällen, aber das war sein Glück. Es gelang ihm, mit der haarscharf geschliffenen Axt den Halswirbel des Ungeheuers zu durchschneiden und das Rückgrat an der Stelle zu trennen, wo der Schlangenhals mit dem massigen Leibe verbunden war.