Wenige Minuten später befand sich Kapitän Mors mit Star und Lindo allein im Maschinenraum.

Der Ingenieur und der Inder waren hinter die Panzerwand getreten, welche die Männer gegen die Wirkungen der Maschinengewalt schützte. Kapitän Mors aber hantierte an jenem eigenartigen Apparat, welcher bei einer früheren Fahrt die beiden Meuterer zu Asche verwandelt hatte.

Er zog an Hebeln, er drehte Schwungräder und bald erschallte ein Lärm, der die Sinne betäuben konnte.

Die seltsame Maschine war in voller Bewegung, die Schwungräder wirbelten mit fürchterlicher Schnelligkeit herum, man sah leuchtende Strahlen und zuckende Blitze, die zuweilen im Innern der Maschine entstanden, die sich gleich elementaren Blitzen kreuzten.

Die Maschine war eine Erfindung des Kapitän Mors, er hatte über ihre Konstruktion stets den Schleier des Geheimnisses gebreitet. Die Beschreibung dieser Maschine und ihre Wirkung war in der Bibliothek verwahrt und lag dort in einem stählernen Kasten, dessen Schlüssel Kapitän Mors niemals von sich ließ.

Er war auch der einzige, der diese gefährliche Maschine in Tätigkeit setzen konnte und imstande war, bis zum letzten Augenblick in der Nähe der herumwirbelnden Schwungräder auszuhalten.

Plötzlich sprang der Luftpirat mit mächtigem Satz hinter die Panzerwand, welche Lindo und Star schützte.

„Nun kommt die Entscheidung,“ sprach Mors, während seine feurigen Augen nach der Maschine hinüberblickten. „Entweder kommen wir jetzt aus dem Krater heraus, oder wir werden samt dem Weltenfahrzeug in Atome zerschmettert. Menschliche Kraft und menschliches Wissen sind aufgeboten, aber jetzt stehe ich an der Grenze des Erreichbaren.“

Im Maschinenraum tobte jetzt ein wahrer Höllenlärm, das rätselhafte Werk des Kapitän Mors arbeitete, als würde es von bösen Geistern bedient und getrieben. Es war ein Sausen und Brausen, ein Knattern und Krachen, ein Zischen und Summen, daß Lindo und Star sich die Ohren zuhielten.

Plötzlich ging ein Ruck durch das Weltenfahrzeug, dem bald darauf ein zweiter und dritter folgte.