5. Kapitel.
Im Bann des Aberglaubens.

Am glücklichsten war der Professor, denn der geriet vor Entzücken außer sich.

Mors mußte ihn festhalten, sonst wäre der Professor Hals über Kopf in den Sand hinuntergesprungen und in die fremdartige Landschaft hineingelaufen.

Das gab der Luftpirat aber nicht zu, denn er wollte sich erst überzeugen, ob nicht etwa Gefahren in diesem fremden Lande lauerten.

Allerdings hatte es zur irdischen Devonzeit keine Ungeheuer gegeben, die den Menschen gefährlich werden konnten. Aber auf dem Jupiter konnte sich das anders verhalten und Mors dachte nicht im mindesten daran, van Halen einer Gefahr auszusetzen.

Mors hatte den Professor, der mit solcher Begeisterung an ihm und seinen Werken hing, schon sehr lieb gewonnen und zählte ihn zu den vertrautesten seiner Gefährten. Auch dachte er daran, daß Anita verzweifeln würde, wenn der Professor nicht nach der Erde zurückkehrte.

Aber konnte man denn überhaupt zurück? Blieb denn nicht das Weltenfahrzeug für immer an diesen Planeten gebannt? Jetzt sah es so aus, als ob die tollkühnen Abenteurer ihr Leben auf dem Jupiter beschließen müßten.

Mors beobachtete mit dem Glas aufs sorgfältigste die Umgebung. Aber er sah nirgends ein verdächtig aussehendes Tier. Die Zeit für die Tiere am Lande war wohl noch nicht gekommen und in der See sah man nur Panzerfische und Trilobiten; ferner gewahrte man die sonderbarsten Meergewächse und wunderlich geformte Muscheln. Da war man um Millionen Jahre in den Zeiten zurückversetzt, denn dieser Planet befand sich erst im Werdezustande.

Als Mors die Umgebung genug betrachtet, bemerkte er, wie das Meer rasch zurückwich.

Naturgemäß mußten hier, wo vier riesige Monde existierten, Ebbe und Flut in ganz ungeahntem Maße auftreten.