Sie trennten sich und jeder ging seines Weges.

Oben bei Gastelmeiers wurde indes von Köppert gesprochen.

»Originell, sehr originell,« sagte Frau Kovalski, »aber etwas abspringend und spricht so undeutlich.«

»Ein frecher Mensch,« sagte Emil. Sie sagten alle etwas. Olly schwieg. Für sie war er ein gottgesandter Mensch. ›Ihren Messias‹ hatte Mimm ihn vorher spottend genannt. Ja, ihr Messias. Mimm hatte ganz recht gehabt. Sie hatte jetzt jemand, für den sie arbeitete. Der Ruhm, der gestaltlose Ruhm, hatte fürs erste Köpperts Gesicht bekommen.

Ehe ihre Mutter und die Brüder sich heute verabschiedeten, nahm Olly Emil beiseite und sagte: »Morgen wollen wir beide miteinander den Karpfen in die Isar tragen. Komm so früh du kannst. Wenn wir's nicht thun, holt Mimm ihn doch.«

»Du sollst ja aber nicht ausgehen,« sagte Emil.

»I wo! Weißt du, wir fahren. Du besorgst die Droschke und wir stecken den Karpfen wieder in sein Netz. Du mußt kommen, wenn Mimm zu seinen Schülern geht, von neun bis zehn.«

»Na, mir ist's recht. Ich könnte ihn ja auch allein fortbringen.«

»Nein, ich will mit, ich will's sehen.«